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Jobwunder duch Harz IV & Co.
ARD Monitor 24.08.2017 | Dauer 7 Min.
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#kurzerklärt: Grundeinkommen - was spricht dafür und dagegen?
ARD tagesschau 01.11.2016 | Dauer 2:12 Min.

Bezahlbarer Wohnraum

Gebaut wird wie wild. Und zu "wilden" Preisen verkauft bzw. vermietet.

Beispiel "Neue Stadt" mit Namen Roemonder Höfe zwischen Lüpertzender Straße und Fliethstraße in Mönchengladbach. Nach anfänglichen Schwierigkeiten sind einige der Großblöcke so gut wie fertiggestellt. Und können bezogen werden. Zu Preisen, die mit Normalität wenig zu tun haben. Der stadtbekannte Makler Norbert Bienen bietet die 118,7 Quadratmeter-Wohnung, vier Zimmer, zu einem Preis von 1262 Euro/Monat/kalt an. Zugegeben: In den Höfen geht es auch kleiner und preiswerter. Doch für Menschen mit wenig Einkommen bleiben solche Höfe Tabuzonen. Für sie sind sie unbezahlbar. 

Dabei trifft es längst nicht mehr nur die "Armen", die keine Wohnung finden; selbst für Normalverdiener sind die anscheinend unaufhaltsam steigenden Mieten kaum noch bezahlbar geworden.  

Gladbachs städtischer Fachbereich Wohnen hat unlängst bekannt gegeben, dass derzeit mehr als 2000 Haushalte "als dringend wohnungssuchend" gemeldet sind. Fragt man bei der Stadt nach, erhält man die Auskunft: Wir haben eine lange Warteliste mit Interessenten; an der Gerkerather Mühle, Altbauwohnungen, seien Einheiten zum Quadratmeterpreis von vier bis 4,50 Euro/kalt zu haben. Das war's dann auch schon. Im Römerbrunnen gibt wohl es auch Leerstände. Die Gründe sind bekannt und vielfältig.

Nicht nur in Gladbach ist der Anteil der Sozialwohnungen deutlich gesunken - und er ist vor allem in die Jahre gekommen. Was die Räumlichkeiten nicht wohnlicher macht. Zwar wollen die politisch gesteuerten Stadt- Wohnungsbaugesellschaften Kreisbau und GWSG gemeinsam ein Konzept erarbeiten, mit dem mehr preisgünstiger Wohnraum geschaffen werden kann, doch das dauert Jahre. Mögliche Areale wären die Neubau-Gebiete City Ost, das ehemalige Lürriper Militärgelände Reme und "Maria Hilf" an der Sandradstraße.
Geht es nach den Bündnis-Grünen, sollen in besagter City Ost gegenüber dem Vitusbad zahlreiche öffentlich geförderte und preiswerte Wohnungen entstehen. Denn alle - über 2000 Wohnungssuchende - verfügen über einen Wohnberechtigungsschein. „Dieser Schein hilft den Menschen aber immer weniger. Denn seit Jahrzehnten fallen in Gadbach jedes Jahr mehr Wohnungen aus der öffentlichen Bindung “, sagt Grünen-Fraktionssprecher Karl Sasserath.

Laut Stadtverwaltung sind von 2005 bis 2015 insgesamt 628 geförderte Sozial-Mietwohnungen neu entstanden. Im gleichen Zeitraum ist der Bestand geförderter Wohnungen aber durch Auflösung von insgesamt 15 264 auf 9 994 gesunken. 

In der City Ost sollen auf 14 Hektar bis zu 2000 Wohnungen gebaut werden. Das hat das schwedische Unternehmen Catella medienwirksam angekündigt.  „Damit hier auch Familien, die über ein geringeres Einkommen verfügen, hinziehen können, müssen wir zeitig in die Planungen mit aufnehmen, dass bei der Umsetzung des Vorhabens 30 Prozent der Wohnungen öffentlich gefördert und weitere 30 Prozent preisreduziert errichtet werden“, sagt Boris Wolkowski, stellvertretender Fraktionssprecher der Grünen. Soweit, so schlecht. Die komplette Forderung der Grünen wurde von SPD/CDU mittlerweile abgelehnt. Catella wird darüber nicht traurig sein. 

Ein Blick auf Nachbarstädte und auf das Bundesgebiet macht schon länger klar: ein wichtiger Grund für die Missstände und die Not im Wohnungsbereich ist ein Mangel, der am unteren Ende des Wohnungsmarktes beginnt. Er betrifft Sozialwohnungen, also solche Wohnungen, deren Miete unter dem Mietspiegel liegt. Gab es in den 1980er Jahren noch etwa vier Millionen Sozialwohnungen, so sind es heute gerade noch 1,3 Millionen – und das trotz steigenden Bedarfs.

Sozialberater Julian Strzalla erlebt immer häufiger neben der wirtschaftlichen Not der Menschen deren Verzweiflung, wenn es um ein "Zuhause" geht. Zwar wurden die Sätze der Kaltmiete für Hartz-IV-Bezieher erhöht. "Doch von den jetzt 440 Euro/Monat Kaltmiete-Zuschuss bei einem Drei-Personen-Haushalt findest du auch in Gladbach ganz selten eine Wohnung, in der sich leben lässt", bedauert der Mitarbeiter im Gladbacher Arbeitslosenzentrum, „ obwohl zur Kaltmiete noch Zuschüsse für Heizung und Nebenkosten kommen.“

Der eklatante Mangel an Preiswert-Wohnungen ist auch Thema in der Mitgliederversammlung des regionalen Bündnisses für Menschenwürde und Arbeit. Das ist ein Zusammenschluss von Menschen, die die Not vieler Zeitgenossen öffentlich anprangert und Lösungen wie Abhilfen formuliert. 

Mitglieder und Interessierte treffen sich am 16. Mai, 18 Uhr, neuer Pfarrsaal an der Abteistraße 34, schräg gegenüber dem Museum. 

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Ausländische Fachkräfte mögen Deutschland nicht

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Deutschland sei „ein sehr kaltes und sozial isolierendes Land“

zum Artikel→ www.faz.net

09.09.2018

Foto: Bündnisratsmitglieder

Zitat (4)

"Das Grundeinkommen ist keine Revolution, denn die sind immer blutig und am Ende regiert nur eine andere Elite. Trotzdem ist es revolutionär, weil es am Wesenskern unseres Gesellschaftssystems ansetzt und die Angst durch Vertrauen ersetzt."

Michael Bohmeyer

 

Aus dem Gastbeitrag vom

1. Januar 2018

"Mit 1.000 Euro kann man zu allem Nein sagen"

www.zeit.de

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Quelle: Goethe, Briefe. An Johann Heinrich Meyer, am 8. Febr. 1796

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